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Leben mit EB: Freiheit und Ausdruck im Tanz

Manchmal braucht es keine großen Worte. Manchmal genügt eine Bewegung. Ein Blick. Ein Lächeln. Ein Moment auf der Bühne. Für Violetta ist Tanz genau das: ein Ort, an dem sie frei sein kann. Gemeinsam mit dem inklusiven Ensemble danse brute gestaltete sie am 4. Juli 2026 einen Abend im flucc in Wien, ein Teil der Eintrittsspenden kommt DEBRA Austria zugute.

Violetta Höhn lebt mit EB, aufgrund der Folgeerscheinung ihrer Erkrankung ist sie in ihrer Mobiliät stark eingeschränkt und auf einen Rollstuhl angewiesen. Doch wer Violetta tanzen sieht, sieht keinen Rollstuhl. Man sieht einen Menschen, der Geschichten erzählt. Der Gefühle sichtbar macht. Der andere berührt – nicht mit den Händen, sondern mit seiner Ausstrahlung.

Für Violetta bedeutet Tanz weit mehr als Bewegung. Er ist ihre Sprache. Ein Raum für Fantasie. Ein Ort, an dem sie gestalten, erschaffen und ihre Kreativität ausleben kann. Auf der Bühne verschwinden Grenzen, weil dort nicht zählt, welche körperlichen Voraussetzungen jemand mitbringt. Es zählt, was im Inneren lebt. Genau dieses Verständnis trägt das neue Projekt von danse brute.

Das inklusive Ensemble erforscht zeitgenössischen Tanz als gemeinschaftlichen Prozess. Hier gibt es kein "richtig" oder "falsch". Kein "mehr" oder “weniger”, Kunst und Gemeinschaft entstehen aus dem Miteinander. Die Compagnie vereint Menschen mit unterschiedlichsten körperlichen, kognitiven und neurodiversen Voraussetzungen. Diese Vielfalt wird nicht erklärt oder hervorgehoben – sie ist selbstverständlich. Sie ist die Quelle der Kreativität und macht jede Aufführung zu einem besonderen Erlebnis.

Die Grundlage der aktuellen Aufführung bilden poetische Bilder und Texte von Violetta selbst, Konzeption, Proben- und choreografische Leitung übernehmen Violetta Höhn und Sonja Browne. Während der Performance gibt Violetta live Impulse und Aufgaben an das Ensemble. Aus diesen Momenten entstehen Bewegungen, Begegnungen und immer neue Choreografien – einzigartig, lebendig und voller Vertrauen.  

Dieses Projekt ist weit mehr als eine Aufführung. Es ist ein lebendiger Beweis dafür, dass Kunst Barrieren überwinden kann. Dass ein Rollstuhl Kreativität nicht begrenzt. Dass Tanz nicht an körperlichen Möglichkeiten gemessen wird, sondern an der Kraft, Gefühle sichtbar zu machen.

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