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Schwimmen um den Wolfgangsee

Diana Weiss feierte am 31. Juli 2018 einen halbrunden Geburtstag, doch diesmal gab es keine große Party.

Diana Weiss
Diana Weiss - passionierte Hobbyschwimmerin. (c) D. Weiss

Schwimmen statt feiern

Anstelle einer Feier stellte sie sich einer sportlich überaus herausfordernden Aktion zugunsten der "Schmetterlingskinder". Die Hobbyschwimmerin hat den Wolfgangsee schwimmend umrundet und dabei eine Strecke von insgesamt 26 km zurückgelegt!

Das beeindruckende Unterfangen war mit einer Spendenaktion gekoppelt. Freunde, Bekannte, aber auch andere Personen, die von Dianas Vorhaben begeistert waren, spendeten. Insgesamt kamen so über 6.000 Euro für die EB-Forschung zusammen. Ein großartiges Ergebnis!

Interview mit Diana vor ihrem großen Vorhaben

Diana, du hast ja für deinen halbrunden Geburtstag am 31. Juli ein ganz besonderes und ambitioniertes Projekt namens RATL - Race Around The Lake - geplant. Was genau hast du vor?

Ich werde an meinem Geburtstag dieses Jahr keine Feier veranstalten, sondern genau das tun, was ich eigentlich am liebsten mache: Ein wenig schwimmen. Vielleicht ein kleines bisserl weiter als man normaler Weise schwimmt. Eine ganze Runde um den Wolfgangsee. Das sind 26 km in Summe, an einem Stück, an einem Tag.

Da musste ich mehr draus machen. Wenn, dann schon für einen guten Zweck! Und schon wurde aus der anfänglichen "Schau ma mal-Idee" ein richtiges Projekt das sich mittlerweile zu einem kleinen Insider-Event gemausert hat. Und da bin ich schon ein wenig stolz drauf.

Wie bist du auf die "Schmetterlingskinder" gekommen, gab es da einen speziellen Anlass?

Für mich war das von Anfang an klar. Wenn ich das durchziehe und einen guten Zweck damit verbinde, dann gibt es für mich nur die "Schmetterlingskinder"! Der Cousin meines Sohnes ist ein "Schmetterlingskind". So haben wir die Krankheit erstmals in ihrer vollen Erbarmungslosigkeit kennengelernt und einen Einblick in die schwierigen Herausforderungen bekommen, mit denen die Kinder selbst und auch die Familien konfrontiert sind.

Der kleine Mann meistert tapfer seinen Alltag und verbindet sich mittlerweile seine Wunden größten Teils selbst. Er hat gelernt bzw. musste lernen damit umzugehen. Viel zu wenigen Menschen sind die Erkrankung EB bzw. "Schmetterlingskinder" ein Begriff. In Österreich wird im EB-Haus Austria hervorragende Arbeit geleistet. Das ist eben auch mit Kosten verbunden. Und ich finde, hier muss man ansetzen, helfen und unterstützen.

Du hast ja im Vorfeld nicht nur fleißig Schwimmkilometer gesammelt, du warst auch sehr ausdauernd und erfolgreich beim Spendensammeln, über 2.666 Euro sind es schon!

Erfreulicherweise habe ich ein tolles Netzwerk aus vielen lieben Menschen um mich gespannt. Eine liebevolle Familie, geniale Freunde und Kollegen, die bei der Aktion voll und ganz hinter mir stehen. So konnten auch bereits vor dem großen Tag viele Spenden gesammelt werden. Die Leute glauben an mich – das tut der Seele gut!

26 km schwimmen, das ist ja keine Kleinigkeit. Wie bereitest du dich auf den Tag X vor?

Das Training gestaltet sich – je nach Tagesverfassung – mal leichter und auch mal schwieriger. Mittlerweile habe ich 364.000 Trainingsmeter in den Armen. Da hat man wirklich außerordentlich viel Zeit, um über Dies und Jenes zu grübeln. Sicherlich habe ich oft Momente in denen in mir Gedanken hochkommen wie: "Wie willst Du das bloß schaffen? Das ist doch unmöglich! Du bist kein Profi!" usw…. Aber dann schaue ich nach vorne, richte mir die Schwimmbrille und sage: Ich habe doch schon so viel erreicht! Alles was jetzt noch kommt, ist die Zugabe!

Wer unterstützt dich denn beim Training, spulst du deine wöchentlichen Kilometer ganz alleine ab oder steht da ein Team dahinter?

Meine Familie ist mein größter Stützpfeiler! Ich danke besonders meinem Mann und meiner großen Schwester, die mich abwechselnd zu den Trainingseinheiten im offenen Gewässer begleiten, betreuen und meine Launen mit Geduld ertragen. Die beiden sind mein Gewissen und Motivatoren.

Wenn man dich an deinem großen Tag anfeuern möchte, wo genau kann man das tun? Kann man dich vom Ufer aus begleiten und gibt es so etwas wie einen "Ziel-Einschwumm"?

Ja unbedingt vorbeischauen! Bei passenden Bedingungen – Wasser über 19°C und wenig bis gar kein Wind, kein Regen – starten wir um 8:00 Uhr morgens aus der Berauer Bucht gegen den Uhrzeigersinn in Richtung St. Wolfgang. Dann weiter die Runde bis wir am Abend hinter dem Bürgelstein wieder auftauchen.
Im Optimalfall kraxle ich also nach 11,5 Stunden wieder an der selben Stelle aus dem Wasser von der aus ich gestartet bin. Es wird natürlich noch ein genauerer Zeitplan, wann wir uns wo auf der Strecke befinden werden, auf meiner Facebook-Projektseite zu finden sein.

Liebe Diana, wir wünschen dir noch erfolgreiche Trainingstage und für den 31. Juli: Alles, alles Gute, bestes Wetter, ganz viel Ausdauer und viel Erfolg!

Vielen lieben Dank! Ich freue mich wirklich sehr, dass ich bei euch so viel Zuspruch bekommen habe!

Interview vom 19. Juli 2018

 

 

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