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Österreichische Lotterien unterstützen den Kampf gegen Hautkrebs bei EB

Offene Wunden, die nicht abheilen, bedeuten für "Schmetterlingskinder" nicht nur große Schmerzen und riesige Herausforderungen im Alltag. Für EB-Betroffene mit rezessiv dystropher Epidermolysis bullosa (RDEB) bergen sie außerdem eine ernste Gefahr: Die Bildung von Plattenepithelkarzinomen.

Diese Form von Hautkrebs ist bei RDEB-PatientInnen besonders aggressiv und sogar lebensbedrohlich. Seit mehr als drei Jahren nimmt sich ein wichtiges Forschungsprojekt am EB-Haus dieses Themas an – mit treuer Unterstützung der Österreichischen Lotterien.

Sowohl Beobachtungen unserer Ärztinnen im EB-Haus als auch wissenschaftliche Untersuchungen unserer ForscherInnen haben gezeigt, dass Tumore bevorzugt an Stellen infizierter und chronischer Wunden entstehen. Mit viel Herz und Elan untersuchten unsere WissenschafterInnen in Kooperation mit ForscherInnen in Deutschland, USA, Chile und Singapur deshalb den Einfluss von Bakterien auf die Entstehung von Krebs bei EB.

Mittels modernster Sequenziertechnologien konnte die Gesamtheit der mikrobiellen Flora auf Wunden von RDEB-PatientInnen bestimmt werden. Dabei zeigte sich eine erhöhte Infektion mit Staphylococcus aureus, die die Wundheilung negativ beeinflusst. Weiters beobachteten unsere ForscherInnen unter der Leitung von Dr. Josefina Piñon Hofbauer und Dr. Christina Guttmann-Gruber, dass diese Infektion maßgeblich zu Entzündungsreaktionen in den Hautzellen beiträgt, dabei das Gewebe unter permanenten "Stress stellt und dadurch die Tumorentstehung begünstigt. Diese Beobachtung ist ein wesentlicher Schritt im Kampf gegen Hautkrebs bei EB und gibt uns Zuversicht, neue Therapieansätze für die Prävention von Tumoren entwickeln zu können!

Wir bedanken uns sehr herzlich bei den Österreichischen Lotterien für ihre finanzielle Unterstützung, sodass dieses unverzichtbare Projekt im Bereich der Hautkrebsforschung bei EB umgesetzt werden konnte.

Ein Folgeprojekt steht bereits in den Startlöchern, denn für die "Schmetterlingskinder" ist es unverzichtbar, dass wir weiterforschen, um gegen ihren größten Feind – Hautkrebs – vorgehen zu können!

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